Sabas Martín

konkursbuch Verlag Claudia Gehrke
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*1954 in Santa Cruz de Tenerife, ist ein bekannter spanischsprachiger Autor mit umfangreichem Werk (Prosa, Lyrik, Essays) und Journalist, war u.a Intendant des "Teatro de Camara del Circulo de Bellas Artes de Tenerife", ist Mitglied der Academia Canaria de la Lengua. Für Nacaria erhielt er den Preis "Premio de Novela Alfonso Garcia-Ramos".

Neu im August 2010:


Sabas Martin, Die Schritte kommen näher
Aus dem Spanischen von Gerta Neuroth. Roman, geb. mit Schutzumschlag, Lesebändchen, Fadenheftung, einige Bilder, 12,90, ISBN 978-3-88769-760-0



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Ein verlassenes Haus. Ein düsteres Familiengeheimnis ... hochspannend: Nach der Rückkehr in die Heimat, in das alte, einsam gelegene Haus seiner Mutter auf einer kanarischen Insel, eröffnet sich Unheimliches. Zugleich eine große Líebesgeschichte.Er hat die verlassene Finca seiner Familie geerbt. Deshalb ist er nach Nacaria zurückgekehrt. Seine Mutter hatte seine Nähe nicht ertragen, sie schickte ihn in ein Internat, weit fort von der Insel. Warum? Er erriet mehr als er erfuhr. Und jetzt überfallen ihn die Stimmen der Vergangenheit. Der drohende Unterton ist nicht zu überhören: Man hat etwas zu verbergen. Immer, wenn er nach seinem Vater fragt, auch wenn er wissen will, ob die Gerüchte stimmen, die um den Tod seines Onkels kreisen, rennt er gegen verschlossene Türen. Und was war mit Candelaria?
Er schreibt an die Geliebte. Versucht stockend zu rekonstruieren. Aus den Blickwinkeln von Mutter Dolores, von Tante Candelaria oder von José wird von großen Liebesgeschichten und Tragödien erzählt. Von flirrender Hitze und Trockenheit. Das Schlafzimmer in dem alten Haus duftet nach Myrte, seine Gegenstände bergen Unheimliches.

Nach und nach entpuppen sich aus diesem Mosaik die verborgenen Geschichten.
Seine Gegenwart sieht besser aus. Die Geliebte Alma ist sein Fixpunkt. Das goldene Armband mit einem Geier als Anhänger verbindet beide Welten.

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Ausführliche Presseinfo








Sabas Martín, Nacaria. Roman. Aus dem Spanischen von Gerta Neuroth.
192 S., Covermotiv und Illustration von Andrés Delgado, einige Fotografien von Gero Neuroth. Fadenheftung, gebunden, mit Lesebändchen, Preis: Euro 12,90. ISBN 978-3-88769-379-4

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Sabas Martín erzählt in NACARIA eine typisch kanarische Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Koschenillelaus, die wir als weiße Pünktchen auf den grünen stachligen Blättern der Feigenkakteen kennen. Kaum vorzustellen, wie ein kleiner Parasit kostbaren roten Farbstoff erzeugt und die Menschen durcheinanderwirbelt. Es geht um große Emotionen, um Hoffnung und Verzweiflung.
Der auf historischen Tatsachen basierende Roman ist zugleich eine Parabel auf die Faszination von Illusionen, und das könnte überall auf der welt spielen, und er ist ein sprachliches Feuerwerk.

Das frische Grün/Orange der Opuntien-Kakteen, das blasse Rosa der Tamarisken, das facettenreiche Grau der Felsklippen, das leuchtende Karminrot, der dampfende Farbkessel …
Sabas Martín erweckt mit seiner farbenfrohen Sprache und dem geübten Blick eines erfahrenen Erzählers einen Schlüssel- und Wendepunkt der Geschichte der canarischen Inselwelt zum Leben. Er erzählt von den Strapazen das jungen Plantagenbauers Quintero, der eine gewagte Idee zu verwirklichen versucht: Die Zucht von Koschenilleläusen zur Herstellung von Aquarellfarben.

Am Anfang als Träumer verlacht, lässt sich Quintero nicht unterkriegen, er trotzt selbst einer großen Gelbfieberepidemie und so scheint sein Plan schließlich aufzugehen, die Farbherstellung entwickelt sich zum wirtschaftlichen Standbein einer ganzen Insel.

Doch der Wind des Schicksals weht launisch über der Isla Nacaria. Mit der Erfindung erster synthetischer Farbstoffe beginnt der Niedergang der blühenden Wirtschaftslandschaft. Als er schließlich seine Fabrik schließen muss, zerbricht dieser Verlust den sonst so lebensfrohen Quintero …

Bewegt und direkt, aber ohne jedes überflüssiges Pathos, schildert der spanische Erfolgsautor die Geschichte eines aufstrebenden jungen Mannes, der sich - aufs Engste verwoben mit dem Schicksal seiner Heimatinsel - einem Phänomen ergeben muss, das Insel, Menschen und Träume gleichermaßen in seinen Bann zieht: Das Auf und Ab der Gezeiten. Ebbe und Flut. Erfolg und Scheitern. Ganz unabhängig von der Geschichte der Inseln kann das Buch als poetische Parabel auf zeitgemäße Wirtschaftskrisen gelesen werden: es geht um den Aufbau einer Illusion und darum, was das Zerbrechen dieser Illusionen auslöst.

Spannend und düster. Die fiktive Geschichte auf der fiktiven canarischen Insel Nacaria beruht auf den Erinnerungen des Großvaters des Autors.

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