Den einen zu lieben ist schön. – Aber,
ach:
es laufen die augen den anderen nach,
den breiteren schultern, vollendeter rund.
Den strengeren lippen, dem weicheren mund.
Dem längeren haar, dem geschorenen pelz.
Dem wankenden rohr, dem gestandenen fels.
Den nachtbrunnen-augen, den blicken wie zinn.
Dem sanftren profil, dem entschiedneren kinn.
Den mai-boys, bekleidet nur andeutungsweis.
Den müden athleten, besprenkelt mit
schweiß.
Dem lüsternen, lauernden, zockenden typ.
Dem in-sich-versunknen ich-habe-mich-lieb.
Dem hochmütig-fremden, der kostbar sich
dünkt.
Dem, der mich er-männlicht. Dem, der mich
verjüngt.
Den hintern wie früchte, verschieden und
prall...:
Dem einzigen stern und dem gänzlichen all
gehn nach keine augen, kehrn wieder und gehen.
Aber den einen zu lieben, ist schön.